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Oxalis Games

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Britisches Remote-Indie-Studio, 2020 von Ric Moore und Gina Nelson gegründet – Macher des Cozy-Life-Sims Moonfrost.

Oxalis Games ist ein unabhängiges Spielestudio aus Großbritannien, das sich mit seinem Debütspiel Moonfrost ganz dem Cozy-Genre verschrieben hat. Offiziell firmiert das Studio als Oxalis Games Ltd. mit Sitz in London, gearbeitet wird aber komplett remote: Die meisten Mitarbeiter leben in Großbritannien, einige weitere sind über Europa und andere Regionen verteilt. Auf seiner Website beschreibt sich Oxalis als Indie-Studio, das an handgemachte Spiele mit menschlicher Note glaubt. Im Fokus stehen schöne Grafik, durchdachte Spielsysteme, emotionales Storytelling und stimmungsvolle Musik.

Gründung und Gründer

Gegründet wurde Oxalis Games im August 2020 von Ric Moore und Gina Nelson. Kennengelernt hatten sich die beiden bei The Secret Police, dem Studio, das unter anderem die Mobile-Version von Stardew Valley und das Kampf-RPG Dragon’s Watch entwickelt hat. Ric Moore ist BAFTA-Preisträger und war zuvor Mitgründer von Bossa Studios, bekannt für Surgeon Simulator und I Am Bread. Gina Nelson bringt mehr als zehn Jahre Branchenerfahrung mit, leitete mehrere Art-Teams und war zuletzt Art Lead bei Mediatonic, wo sie an Gears POP! gearbeitet hat. Auch an Projekten zu Marken wie Gears of War, Star Wars, Hasbro und Disney war sie beteiligt.

Laut einem Interview mit Mobilegamer.biz pitchte das Duo zunächst ein Lizenzspiel, das aber nicht zustande kam. Danach entschieden sich Moore und Nelson für ein eigenes Projekt: Moonfrost. Richtig los ging die Entwicklung Anfang 2022. Für das Kernteam holte Oxalis gezielt erfahrene Entwickler, unter anderem von Epic, NaturalMotion und Sumo. Laut der Studio-Website reicht die Erfahrung des Teams außerdem über Mediatonic, Unity und Ubisoft. Innerhalb von rund sieben Monaten wuchs Oxalis laut einer Pressemitteilung aus dem August 2022 von zwei auf 25 Leute. Heute beschreibt Gina Nelson Oxalis selbst als „winziges Team“.

Moonfrost von Oxalis Games: Szene aus dem Spiel
Moonfrost ist das erste Spiel von Oxalis Games – eine handgemachte Pixel-Art-Welt im Cozy-Stil.

Finanzierung und der Web3-Ausflug

Ursprünglich war Moonfrost als Web3-Spiel mit NFTs und einem eigenen Token geplant. Damit sorgte Oxalis 2022 für Schlagzeilen, denn die Seed-Runde über 4,5 Millionen Dollar wurde von Blocore angeführt, und mit Supercell investierte der finnische Mobile-Riese zum ersten Mal in ein Web3-Projekt. Weitere Geldgeber waren laut den Berichten unter anderem Pantera Capital, Animoca Brands und Griffin Gaming Partners sowie Branchengrößen wie Sir Ian Livingstone und der damalige Jagex-Chef Phil Mansell. Ende 2025 folgte eine weitere Finanzierungsrunde über 2 Millionen Dollar, angeführt von L1D und Arete Capital.

Das Spiel sollte damals als Multiplayer-Social-Sim im Stil von Stardew Valley und Animal Crossing ein breites Publikum ansprechen, gerade auch Spielerinnen, die im Web3-Bereich bislang kaum vertreten waren. Nach mehr als drei Jahren Entwicklung startete Moonfrost im Juli 2025 erstmals in einen Early Access, damals noch mit Web3-Ausrichtung. Gina Nelson sprach zum Start offen von vielen Bugs, versprach aber schnelle Updates und bedankte sich bei der Community für die Geduld.

Kurswechsel: Oxalis 2.0

Im Januar 2026 vollzog das Studio eine deutliche Kurskorrektur. Wie GamesIndustry.biz berichtete, strich Oxalis Web3 und NFTs komplett aus Moonfrost. „Wir haben einen Weg ausprobiert, der nicht zu Moonfrost gepasst hat“, sagte Nelson. Die Communitys, denen Cozy Games wirklich am Herzen liegen, wollten reiche Welten, sinnvolle Progression und einen sicheren Rückzugsort, aber keine NFTs. Seitdem setzt Oxalis auf ein „handgemachtes Premium-Spiel“ mit Fokus auf Steam und den Epic Games Store.

Gleichzeitig gab es einen Wechsel an der Spitze. Ric Moore trat als Director und Co-CEO zurück, bleibt aber Anteilseigner und berät das Studio weiter. Seitdem führt Gina Nelson Oxalis allein. Die CEO-Rolle hatte sie sich seit Juli 2024 mit Moore geteilt, davor war sie fünfeinhalb Jahre lang COO. Nelson selbst nennt die neue Phase „Oxalis 2.0“: Steam-first, Premium-Spiele und visuell starke, emotionale Welten mit menschlicher Handschrift.

Geschäftsmodell

Mit dem Kurswechsel hat sich auch das Geschäftsmodell verändert. Statt Token und digitaler Sammelobjekte setzt Oxalis heute auf klassische Premium-Verkäufe: Moonfrost kostet im Early Access einmalig 14,99 Euro. Das Studio veröffentlicht das Spiel selbst und arbeitet für Asien mit dem Publisher iterco aus Singapur zusammen, der auf Steam neben Oxalis als Publisher geführt wird. Finanziert wurde die Entwicklung bislang über Risikokapital aus den beiden Investitionsrunden.

Moonfrost von Oxalis Games: Baumodus
Herzstück von Oxalis‘ Debüt: Im Baumodus von Moonfrost gestaltet ihr Häuser Wand für Wand.

Durchbruch mit dem Steam-Early-Access

Der eigentliche Durchbruch soll nun mit dem Steam-Start gelingen: Am 12. Oktober 2026 erscheint Moonfrost im Early Access auf Steam. Das Spiel verbindet einen klassischen Cozy-Loop aus Farmen, Fischen, Basteln und Kochen mit einem umfangreichen Baumodus und einer Geschichte um einen geheimnisvollen zweiten Mond, der über einer von Meteorstürmen gezeichneten Welt hängt. Als Frost Hunter baut ihr ein zerstörtes Dorf wieder auf und findet Freundschaft oder Liebe. Laut Oxalis ist die Community rund um das Spiel bereits auf etwa 150.000 Menschen angewachsen.

Weitere Spiele hat Oxalis bislang nicht angekündigt. Das Studio konzentriert sich voll auf Moonfrost und den Ausbau während des Early Access.

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